Auswahlprozess

Der Prozess der Aktienauswahl umfasst drei Schritte. Zuerst (1) suchen wir, dann (2) beurteilen wir und schliesslich (3) bewerten wir.

Die Phase der Suche gestaltet sich für uns als vorurteilsloser, kreativer und opportunistischer Prozess. Ganz einfach geht es hier darum, eine Vielfalt von Informationen aufzunehmen, um Anlageobjekte zu finden, die möglicherweise unseren Anlagekriterien genügen. Die Hauptquellen bei dieser Recherche sind Finanzdatenbanken (vornehmlich Bloomberg), Aktienführer, Zeitungen, Fach- und Branchenpublikationen und natürlich das Internet. Wir arbeiten jedoch nicht mit computergesteuerten Filtern. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die Anlageobjekte, die letztendlich in unsere Portfolios aufgenommen werden, zu unterschiedlicher Natur sind, um zuverlässig in einem mechanisierten Filterungsprozess erkannt zu werden.

Wenn uns eine neue Idee genügend interessiert, beginnt die Phase der Beurteilung. Hierbei analysieren wir die Vorzüge und die Probleme des betreffenden Unternehmens genauso wie jeder rational handelnde Geschäftsmann, dem ein Investitionsprojekt vorgeschlagen wird. Insbesondere geht es darum, die Spreu vom Weizen zu trennen, d. h. zwischen echten Chancen und sogenannten "Wertfallen" zu unterscheiden. Abhängig vom potenziellen Anlageobjekt konzentrieren wir uns bei unserer Beurteilung erstens auf die Analyse der Branche, zweitens auf die Rolle des analysierten Unternehmens in seiner Branche und drittens auf die unternehmensspezifischen Herausforderungen des Kandidaten.

Darüber hinaus prüfen wir in dieser Beurteilungsphase auch, ob ein Kandidat aufgrund seiner besonderen Eigenschaften einen entscheidenden Beitrag zur Gesamtqualität des Anlageportfolios leisten würde. In der Beurteilungsphase kommt es vor allem darauf an, allfällige Fehler auf ein Minimum zu beschränken. Es überrascht daher nicht, dass der mit Abstand grösste Teil der Anlageideen in dieser Phase des Auswahlverfahrens verworfen wird.

Wenn ein potenzielles Anlageobjekt diese Hürde nimmt und es tatsächlich bis in die Phase der Bewertung schafft, legen wir seinen inneren Wert fest, um seine Sicherheitsmarge zu ermitteln. Dieser Schritt ist nichts anderes als die Quantifizierung und somit eine Zusammenfassung der Einsichten, die während der Recherche und der Beurteilung gewonnen wurden. Insofern ist die Bewertung nur so gut wie die Qualität der vorangegangenen Arbeit. Bei der Bewertung stützen wir uns ausschliesslich auf die DCF Methode (Discounted Free Cash Flow). Bilanzielle sowie ausserbilanzielle Positionen werden nach beobachteten oder geschätzten Marktkursen bewertet. Wenn sich als Ergebnis der Bewertung ein erheblicher Abschlag ergibt, d. h. wenn der aktuelle Marktkurs deutlich niedriger ist als der von uns kalkulierte effektive wirtschaftliche Wert, dann sind wir bereit, die Aktien des Unternehmens in das Portfolio aufzunehmen.

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